Ein Fußball-Hallenmärchen: B-Jugend gewinnt Personal-Hofmann-Cup

Ein wahres Fußballmärchen erlebte die B-Jugend der TuS 1860 Pfarrkirchen beim U17 Personal Hofmann-Cup, der vom FC Dingolfing in der Dreifach-Sporthalle Höll-Ost ausgerichtet wurde. Eine bittere Niederlage, banges Zittern um den Turnierverbleib, ein fulminantes Comeback, ein Sieg in der wirklich allerletzten Sekunde und schließlich Nervenkrimi im Neunmetern im Finale. Ein Turniererlebnis, wie es sich nicht besser schreiben lassen könnte. Und das Schönste: Am Ende streckten die an diesem Abend zu echten Hallen-Helden geworden B-Jugend-Spieler als Sieger den Pokal in die Luft!

Die Hallen-Helden der B-Jugend beim Personal-Hofmann-Cup mit den Trainern Markus Linhart, Max Grabow und Ganija Ganic.

Doch zurück zum Anfang: Gegen den FC Braunau/St. Peter aus Österreich fand die TuS-Truppe um das Tainerteam Markus Linhart, Ganija Ganic und Max Grabow nur schwer ins Turnier. Beim 2:2-Unentschieden holten sie zwar zunächst nicht nur den Rückstand auf, sondern verwandelten ihn auch in eine Führung, doch konnten sie den Ausgleichstreffer am Ende nicht verhindern.

Im zweiten Spiel gegen JFG Befreiungshalle Kehlheim (Bezirksoberliga) waren die Kicker aus Pfarrkirchen unkonzentriert und fahrig. Zwei vermeidbare Gegentreffer führten zur bitteren Niederlage mit 2:1, die Druck für das letzte Spiel der Gruppenphase aufbaute. Mit einem Sieg wäre das Vorrücken in die K.O.-Runde am Wahrscheinlichsten gewesen, eine Niederlage hätte das Aus und ein Remis echtes Zittern bedeutet.

Nach einem knappen Unentschieden gegen die Landesliga-Truppe des FC Dingolfing I, trat genau letzterer Fall ein. Doch das Spiel war ein Lichtblick, denn die TuSler konnten ihre Leistung im Vergleich zu den ersten beiden Spielen steigern, hatten auch Chancen zum Sieg. Sie waren endlich im Turnier angekommen. Schade sollten Sie jetzt schon nach Hause fahren müssen. Doch dazu kam es nicht! Das Glück war auf TuS-Seite und so kamen die Jungs als zweitbester Dritter und somit hauchdünn weiter in die Runde der besten 8. Das hieß allerdings gleichzeitig, dass die B-Jugend im Viertelfinale auf einen schweren Gegner treffen würde. Tatsächlich war es sogar die beste Mannschaft der Vorrunde, die U16 der SpVgg GW Deggendorf.

Das Trainerteam stellte ihre Jungs dementsprechend defensiv ein. Ein Plan der voll aufging: In einem temporeichen Spiel kam Deggendorf nicht zu zwingenden Chancen und kassierte zwei Konter-Tore der TuS-Truppe. Bis zum Ende schienen die Deggendorfer kein rechtes Mittel zu finden und auch den Anschlusstreffer beantworteten die Pfarrkirchner mit dem 3:1 kurz vor Schluss.

Nach einer schwierigen Vorrunde hieß es jetzt also doch: Halbfinale! Und dabei kam es zum Wiedersehen mit dem FC Dingolfing I. Es entwickelte sich ein ähnlich ausgeglichenes, knappes Spiel wie schon in der Gruppenphase, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Doch Pfarrkirchen war einen Tick stärker und belohnte sich schließlich mit einem spektakulären Tor. Auf der Uhr standen nur noch wenige Sekunden als die TuSler ihren letzten Angriff starteten. Der Dingolfinger Keeper konnte einen Schuss von Felix Heudecker nicht sicher halten, der Abpraller landete vor den Füßen von Stefan Linhart, der zog auf und traf den Ball bei einer Sekunde auf der Uhr. Mit dem Schlusston landete der Ball im Netz! Ein Sieg in der allerletzten Hundertstel-Sekunde! Dramatik pur für Spieler, Trainer und Fans. Und natürlich Freude pur, denn jetzt ging es im Finale um alles.

Gegner war ebenfalls eine Überraschungsmannschaft. FSV Erlangen Bruck war ähnlich wie Pfarrkirchen nur als erstbester Dritter weitergekommen, hatte dann aber unter anderem im Halbfinale den Favoriten, die U16 von Jahn Regensburg, die in der Bayernliga kickt, mit 4:1 ausgeschaltet.

Im Finale konnten die Jungs der TuS nach einigen Spielminuten mit 1:0 in Führung gehen. Sie hielten Erlangen lange in Schach und konnten Gegentreffer vereiteln. Doch kurz vor Schluss passierte es: der Ausgleich! Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr, war eine Antwort nicht mehr möglich und die B-Jugend musste ins Neunmeterschießen. Was für eine Nervenprobe! 9 Schützen stellte jedes Team, es passierte jeweils ein Fehlschuss. Die Entscheidung fiel schließlich bei den Torhütern: Marius Koskowski verwandelte für den TuS und hielt gleich darauf den nachfolgenden Neunmeter des Erlanger Keepers!

Die Freude war groß und trotz der Kampfspuren, die der Kunstrasen auf Knien, Beinen und Armen der Jungs hinterlassen hatte, hatten alle ein großes Grinsen im Gesicht als sie zur Siegerehrung antraten und gemeinsam mit ihren Trainern den Pokal entgegennehmen konnten.

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